Sensomotorisch – perzeptive Behandlung

Die ergotherapeutische sensomotorisch-perzeptive Behandlung dient der gezielten Therapie von Beeinträchtigungen der sensomotorischen und perzeptiven Funktionen und der daraus resultierenden Fähigkeiten. Es ist ein komplexes Behandlungsverfahren mit häufig mehreren Therapiezielen.

Ergotherapeutische Methoden sind hier unter anderem:

  • Wahrnehmungsfördernde Behandlungsmethoden, z.B. nach Perfetti, Frostig, Affolter
  • Stimulation, Stabilisierung und Differenzierung der basalen, sensomotorischen Fähigkeiten, z.B. nach Fröhlich
  • Sensomotorische Integrationstherapie, z.B. nach Ayres
  • funktionelle, handwerkliche, spielerische, gestalterische Behandlungstechniken
  • Behandlung auf neuropsychologischer Grundlage, z.B. nach Bobath
  • Graphomotorisches Training
  • Konzentrationstraining, z.B. nach Laut & Schlottke
  • Selbshilfetraining (ADL)
  • Training von Alltagskompetenzen unter Berücksichtigung des Einsatzes von Hilfsmitteln
  • Versorgung und Training mit Alltagshilfen
  • Training mit technischen Hilfsmitteln


Psychisch-funktionelle Behandlung

Die ergotherapeutische psychisch-funktionelle Behandlung dient der gezielten Therapie von Beeinträchtigungen der psychosozialen und sozioemotionalen Funktionen und den daraus resultierenden Fähigkeiten.

Ergotherapeutische Methoden sind hier unter anderem:

  • Handwerkliche, gestalterische und spielerische Methoden, z. B. auch kommunikatives Malen, Gestaltungstherapie
  • Methoden zur Verbesserung der sozialen Wahrnehmung, des kommunikativen und interaktiven Verhaltens, z. B. Rollen- und Regelspiele
  • Methoden zur Verbesserung der Körper- und Selbstwahrnehmung und der Wahrnehmungsverarbeitung
  • Training der Selbsthilfefähigkeiten, auch ATL
  • Methoden zur Entwicklung von Selbstsicherheit und Bewältigungsstrategien
  • Training des sozialen Verhaltens EST
  • kognitive Trainingsprogramme
  • Vorschulisches/vorberufliches Training und Belastungserprobung
  • Training der Grundarbeitsfähigkeiten/Arbeitstherapie
  • Training der eigenaktiven Tagesstrukturierung
  • Belastungserprobung

 

Motorisch-funktionelle Behandlung

Eine ergotherapeutische motorisch-funktionelle Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der motorischen Funktionen und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen. Ergotherapeutische Methoden sind hier unter anderem:

  • funktionelle Behandlungstechniken
  • Maßnahmen zur taktilen Desensibilisierung und Sensibilisierung
  • Handtherapie
  • Einhändertraining
  • Selbsthilfetraining (ADL)
  • Training von Alltagskompetenzen unter Berücksichtigung des Einsatzes von Hilfsmitteln
  • Gelenkschutzmaßnahmen
  • Versorgung und Training mit Alltagshilfen


Ergotherapeutisches Hirnleistungstraining / Neuropsychologisch orientierte Behandlung

Ein ergotherapeutisches Hirnleistungstraining/ eine neuropsychologisch orientierte ergotherapeutische Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der neuropsychologischen Hirnfunktionen, insbesondere der kognitiven Störungen und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen.

Ergotherapeutische Methoden sind hier unter anderem:

  • Hirnleistungstraining mit starkem Realitäts- und Biographiebezug
  • Hirnleistungstraining mit speziellen und individuell adaptierten Programmen
  • Hirnleistungstraining am PC mit spezieller Therapiesoftware
  • Selbstregulationstraining durch Neurofeedback nach Othmer
  • handlungsorientiertes Training der kommunikativen Fähigkeiten, auch am PC
  • Training zur Verbesserung des Lernverhaltens und der Grundarbeitsfähigkeiten
  • Vorschulisches/vorberufliches Training und Belastungserprobung

 

Beratung zur Integration in das häusliche und soziale Umfeld

Die Beratung zur Integration in das häusliche und soziale Umfeld erfolgt im Einzelfall im Rahmen einer ergotherapeutischen Einzelbehandlung. Sie ist erforderlich, wenn Probleme in Bezug auf die Selbstversorgung und Alltagsbewältigung vorliegen, die zu Schwierigkeiten im häuslichen und sozialen Umfeld führen. Die Beratung soll den Patienten dazu befähigen, die in der laufenden Therapie erarbeiteten Fähigkeiten in den Alltag zu transferieren.

  • Hausbesuche
  • WHEDA – wirksame Häusliche Ergotherapie für an Demenz Erkrankte und ihre Angehörigen
  • Sturzprophylaxe