Das Stress-Syndrom und der sogenannte Burnout sind zu allgegenwärtigen „Zivilisationskrankheiten“ geworden. Dabei steht ein wiederkehrender Mechanismus im Vordergrund: Der Dauerbelastung aus Arbeit und Beruf sowie der Hektik des modernen Alltags stehen nur weinge ausgleichende Entspannungsstrategien entgegen, so dass der Grad der geistigen und körperlichen Anspannung im Hintergrund stetig ansteigt, bis schließlich eine Daueranspannung erreicht ist, die auch in der Freizeit nicht ausgeglichen werden kann: Die Energiereserven sind erschöpft.

Im EEG derart belasteter Menschen ist häufig eine Überaktivierung (hohe Beta-Amplituden) zu beobachten. Dies ist ein Hinweis darauf, dass Konzentrationsleistungen nur noch mit einem hohen Energieaufwand bedient werden können, der auf Dauer zu starker Erschöpfung führen muss. Mit Fortschreiten der Störung werden selbst im Ruhezustand hohe Amplituden der schnellen Hirnwellen gemessen – Entspannung findet nicht mehr statt.

Neurofeedback bietet hier zwei zielgerichtete Traingsmethoden an: Erlernen aktiver Entspannung einerseits und Absenken der Überaktivierung andererseits. Im Neurofeedback-Training wird ein effektiver Entspannungszustand zunächst erfahrbar und durch fortgesetzte Übung nachhaltig erlernbar.

Im Mittel sind 25 bis 30 Trainingssitzungen erforderlich, die zunächst zweimal wöchentlich und ab etwa der zehnten Sitzung im wöchentlichen Rhythmus stattfinden sollten.